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Barrett-Ösophagus

Barrett-Ösophagus

Als Barrett-Ösophagus bezeichnet man eine metaplastische Umwandlung des Epithels der Speiseröhre.

Hauptwirksame Cannabinoide

  •  Δ⁹-THC

Studien/Artikel zur Behandlung von Barrett-Ösophagus

sonstiges Wissenswertes

BfArM Ausnahmgenehmigungen erteilt (vor der Gesetzesänderung im März 2017 in Deutschland gab es für Barret-Ösophagus Diagnosen Ausnahmegenehmigungen zur Behandlung mit Cannabis durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

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2 Kommentare

  1. Chris Schubert sagt

    Guten Tag,

    Ich leide seit ca. 3 Jahren am Barett-Ösophagus.
    Meine Ärztin sagte mir es sei minimal bei mir allerdings habe ich nach dem Befund aufgehört Cannabis zu konsumieren.
    Das Rauchen von Zigaretten allerdings noch nicht 100%ig und seither wird es immer schlimmer, regelmäßiges aufstoßen und Völle Gefühl zudem verzichte ich auf Kaffee, Alkohol und Säurehaltige Lebensmittel.
    Ich Arbeite in der Gastronomie und habe einen sehr guten Wissensdtand was Lebensmittel angeht.

    Was mir im Nachhinein bewusst geworden ist, wenn ich mit völle Gefühl, Kloß Gefühl im Mandelbereich und aufstoßen von Arbeit kam und einen Joint geraucht habe, waren alle Symptome nach ein paar Minuten sofort bis auf dem folgenden Abend (Joint) verschwunden.

    Ich bin diszipliniert und probiere jeden Tag neue Dinge aus aber wie schon erwähnt seit dem ich kein Cannabis mehr konsumiere wird es immer schlimmer. (Leider muss ich das Cannabis privat besorgen, was natürlich auch seine Nachteile und bedenken des Rohstoffes mit sich bringt)

    Ich bin zu dem leider auch schon mittlerweile psychisch labil geworden da ich wirklich täglich mit Problemen auf Grund des aufstoßen konfrontiert werde und ich permanent daran denken muss ich Atme ganz anders um zu versuchen die Luft raus zu bekommen zudem kann ich auch nicht rülpsen und das erschwert es zusätzlich!

    Ich bitte Sie um Hilfe und intensiver Beratung zu diesen Thema und ob ich eine Möglichkeit habe dies über die Krankenkasselder Hausarzt verschreiben zu bekommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    C. Schubert

  2. Cannainfo sagt

    Guten Tag,

    das Endocannabinoid System hat in der Tat einen großen Einfluss auf den Gastrointestinaltrakt, was in mehreren Studien / Reviews gut belegt ist. So wirkt Delta-9-THC beispielsweise der vorübergehenden Entspannung des unteren ösophagalen Sphinkters entgegen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20425477, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2697772/), einer Hauptursache für die Refluxkrankheit. Der Barrett-Ösophagus entsteht zumeist als Folge einer solchen Reflux-Erkrankung, bei der die Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus) zurückfließt. Etwa 10% der Patienten mit einer Reflux-Ösophagitis, d. h. mit einer Entzündung der unteren Speiseröhre infolge einer chronischen Reflux-Erkrankung, entwickeln einen Barrett-Ösophagus. Geschieht die Exposition der Speiseröhre mit Magensäure über einen längeren Zeitraum hinweg, greift die Säure die Speiseröhre an und führt zu typischen Veränderungen der Schleimhaut. Auch eine spätere Entartung der Zellen zu Speiseröhren-Krebs ist nicht auszuschliessen. Die antientzündliche und anticancerogene Wirkung mehrerer Phytocannabinoide ist inzwischen unbestritten und sollte Ihnen als Argumentationshilfe dienen (nur 2 von vielen Reviews zu dem Thema: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28239924, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26071989). Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin darüber, dass Sie bereits gute Erfahrungen mit Cannabis in der Selbstmedikation gemacht haben und legen Sie Ihr einige Studien vor. Da Sie die bisherigen positiven Effekte mit den Wirkstoffen aus der ganzen Blüte beobachtet haben (viele Phytocannabinoide entfalten ihre Wirkung synergistisch), Sie aber den Wunsch haben, mit dem Rauchen aufzuhören empfielt es sich, ein Vollspektrum Öl (zur oralen Einnahme) zu verwenden.

    Seit dem 10. März 2017 können Ärzte cannabishaltige Arzneimittel für Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung verordnen. Für GKV-Versicherte besteht damit ein gesetzlicher Anspruch.
    § 31 Abs. 6 SGB V legt hierfür als Voraussetzungen fest, dass
    1. eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung
    a) nicht zur Verfügung steht oder
    b) im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung der behandelnden Vertragsärztin oder des behandelnden Vertragsarztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann,
    2. eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht.
    (Auszug § 31 Abs. 6 SGB V)
    Welche Erkrankungen als „schwerwiegende Erkrankung“ zu bewerten sind, wird weder im Gesetzestext noch in der Gesetzesbegründung näher ausgeführt. In anderen Kontexten des SGB V wird eine Krankheit jedoch dann als schwerwiegend verstanden, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörungen die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt
    (vgl. § 34 Abs. 1 SGB V und § 35 Abs. 2 SGB V).
    Eine Eingrenzung der Indikationsgebiete enthält das Gesetz in § 31 Abs. 6 SGB V nicht.

    Ihre Ärztin müsste im Fall einer Verschreibung von Cannabis (Extrakte, Blüten, etc.) an einer Begleiterhebung des BfArm teilnehmen. Dort werden Daten zum Behandlungsverlauf mit Cannabis-Arzneimitteln zentral gesammelt und unabhängig ausgewertet. So wird es hoffentlich in Zukunft gesicherte Aussagen darüber geben, bei welchen Indikationen die neue / wiederentdeckte Medizin Cannabis einen Vorteil gegenüber konventionellen Medikationen bietet.

    Wir hoffen, Ihnen damit etwas weitergeholfen zu haben.

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